Stefan Oschmann: Familienunternehmer-Geist im Großkonzern

Stefan Oschmann

Der traditionsreiche Darmstädter Pharma-Konzern Merck hat eine ganz besondere Struktur: Die „Mitglieder der Geschäftsleitung“ um CEO Stefan Oschmann sind zugleich persönlich haftende Gesellschafter. Im Ernstfall „ist als Erstes mein privates Geld weg“, sagte Oschmann jüngst in einem Interview. „Ich hafte voll.“ Und auch darüber hinaus sind die Top-Manager der Merck KGaA echten Unternehmern nahezu gleichgestellt – vor allem bei der langfristig orientierten Vergütung: In Darmstadt sitzen keine boni-fixierten Angestellten am Ruder, die nach ein paar Jahren als reiche Leute nachhause gehen, ohne dass sie unternehmerische Risiken mussten.

Familie & Börse – das Beste aus beiden Welten

Damit zeigt die Eigentümerfamilie eindrucksvoll, wie sich der Geist eines Familienunternehmens und die Vorteile der Börse sinnvoll kombinieren lassen. Einerseits hat Merck besseren Zugang zu Kapital und „evolutionären“ Druck durch Investoren – andererseits muss das Unternehmen keine kurzfristigen Gewinne liefern, weil 70 Prozent der KGaA der Familie Merck gehören. Im Zusammenspiel mit unternehmerisch denkenden (und bezahlten!) Top-Managern wie Stefan Oschmann sind das optimale Bedingungen, um die mehr als 350-jährige Erfolgsgeschichte fortzusetzen. Wir sind deshalb überzeugt: Deutschland braucht mehr echte Unternehmer in den Vorständen börsennotierter Konzerne. Lassen Sie uns im Rahmen der VARD-Initiative #FutureGoodGovernance diskutieren, wie wir dort für mehr Familienunternehmer-Geist sorgen können.